Führung

Ich favorisiere die Sichtweise des SySt-Instituts: Führung bedeutet  „starke Entscheidungen in schwierigen Situationen zu treffen“ – sowohl in der Linie (disziplinarisch) – als auch quer dazu (fachlich) – oder in Netzwerken. In den neuen Formen der Arbeitsorganisation werden es immer mehr, die FührungsVerantwortung übernehmen wollen und dürfen. Wie man Entscheidungen in agilen Organisationen trifft, beschreiben z.B. Wissmann und Graf oder Österreich und Schröder.

Ein weiteres, meine Arbeit beeinflussendes Konzept ist die sog. Theory U von Otto Scharmer, die sich durch die Energie(mobilsisierung), Emotionalität und (innere) Einkehr von älteren Führungsmodellen differenziert (z.B. von „Führen, leisten, leben“ von Malik). Den Prozess habe ich im Detail an anderer Stelle beschrieben, ich nutze immer wieder gerne einzelne Ideen daraus, wie z.B. 4 Fragen an den Kunden oder das Journaling.

In „Leading with Life“ beschreibt Matthias zur Bonsen wie Führungsverantwortliche ihre Kernleidenschaft leben können. Für mich ein sehr inspirierendes Buch.

Manchmal macht es Sinn, in Form eines Einzelcoaching die eigene Führungsrolle zu reflektieren. Ein Coaching ist ein vertraulicher und zeitlich begrenzter Beratungsprozess, in dem berufliche und/ oder private Inhalte im Abgleich von Zielen und persönlichen Potentialen bearbeitet werden. Viele Fähigkeiten „schlummern“ in uns und warten „nur“ auf ihre Entdeckung.
Führungs-Kraft entwickeln zu können bedeutet dann, die einzelne Persönlichkeit, das System, in dem diese Persönlichkeit agiert, und die Mitarbeitenden einzubeziehen. Feedback und erfahrungsorientierte Methoden sind wichtige Bestandteile dieses Entwicklungsprozesses.