entfernt & verbunden?!!

In den letzten Monaten war einiges anders als sonst (und ist es immer noch): vor allem ist der Rechner ein wichtiges Arbeitsmedium geworden: Man sitzt alleine vor ihm und ist gleichzeitig mit den Kollegen und/oder der Welt verbunden. Oder die Technik ist eine Lernhilfe – phasenweise für einen allein, phasenweise im Tandem, in einer Gruppe oder in einem Netzwerk. Verbunden zu sein auf Distanz ist gut möglich, wenn man darauf achtet und Zeit einplant, um sich zu verbinden.

Waren Sie schonmal bei einem MOOC, liebe Lesende? Viele Teilnehmende (Massive) können gemeinsam ohne Zugangsbeschränkungen (Open) online lernen (Online Courses). Im April/Mai fand der MOOCamp 2020 statt, ich war dabei, und meine Lerngruppen-Kollegin Sabine Reimers hat unsere Erfahrungen in ihrem Blog zusammengefaßt: Wir haben die Möglichkeiten und Grenzen von MS-Teams für Workshops, Seminare und Coaching getestet. Mit Zoom, Big Blue Button und Padlet gearbeitet (falls Ihnen beim Stichwort „Zoom“ die Nackenhaare hoch stehen, schmökern Sie doch bitte bei meinem Kollegen Oliver Mack und seinen Artikeln zur Zoom-Sicherheit). Viele unserer Ideen konnten wir in die virtuelle Welt übertragen. Ende letzter Woche hat eine weitere Lerngruppe sogar ein e-book veröffentlicht: Gute Schritte aus der analogen in die digitale Workshop-Welt (7*5 interaktive Workshop-Methoden).

Oder ist Ihnen LernOS schon ein Begriff? Er wurde abgeleitet aus der Zukunftsform von Lernen auf Esperantos: „mi/ ni lernos“ = ich/ wir werden lernen. Ich habe mir den Leitfaden von Simon Dückert besorgt. Mich als Erwachsenenbildnerin spricht natürlich die Idee der Unterstützung des lebenslangen Lernens an. Ich habe gute Erfahrungen mit WoL gemacht, vielleicht haben Sie Lust mit GTD („getting things done“) zu experimentieren? Und sich Gleichgesinnte zu suchen? In der offenen Telegramm-Gruppe der Corporate Learning Community dürfte es kein Problem sein, jemanden zu finden. Viel Freude wünsche ich Ihnen dabei.

Ich werde in meinem SySt-Netzwerk Slack weiter ausprobieren, um gut in Verbindung zu bleiben – auch wenn wir Deutschlandweit verteilt arbeiten.

PS: Seit dem 22.04.20 bin ich eine Infektionsschutzhelferin. Im April gingen viele langsam wieder in die Unternehmen und Organisationen. In 20 Minuten lernt man online die wichtigsten Aspekte, die dabei zu berücksichtigen sind, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Je mehr von uns bei dieser Gemeinschaftsaktion mitmachen, umso besser = geringeres Risiko für uns alle.

PPS: Neben dem Rechner gibt es natürlich noch das Telefon. Im Frühsommer habe ich dort ein schönes Feedback von meiner Coachee gehört: „Du solltest das öfter machen“ – Danke – Ja – wann, wenn nicht jetzt?