Gesundheit

Jeder Mitarbeiter (und jedes Team/ jeder Bereich) kann zugleich gesund und krank sein: Man bewegt sich sein Leben lang zwischen den beiden Polen, hat als „Kranker“ gesunde Anteile und als „Gesunder“ kranke Anteile.  Ein „entweder – oder“ weicht dem „sowohl – als auch“ und durch Nachfragen / Diskutieren erhöht sich die Chance, ressourcenverstärkende Vereinbarungen zu treffen und Arbeitsplätze und -prozesse entsprechend zu gestalten. Dieses Konzept stellte ich z.B. am 26.10.16, 28.09.17 und 19.09.19 zusammen mit meiner Kollegin Dr. Klaudia Holzaht auf dem Aktionstag der SALVEA in Krefeld vor. Wir haben dazu auch den Artikel „Gesundheit systemischer fördern“ in der Zeitschrift „SyStemischer“ (6/2015) veröffentlicht.

Wie die in ihr tätigen Menschen können auch Organisationen oder Organisationsein-heiten ihre Gesundheit hinterfragen: was „nährt“ sie eigentlich und wo liegen ihre Energiequellen? Wovon sollten sie sich besser „reinigen“ – von welchen Energieverbrauchern wollen sie sich trennen? Und was ist notwendig, um als gesunde Organisation in einen ausbalancierten Zustand zu kommen?

Die Wahrnehmung der Zeit und ihre selbstbestimmte Handhabung spielt eine wichtige Rolle. In einem ausbalancierten Leben sind persönliche Ziele optimalerweise reflektiert und bewusst: Sie können abgeglichen werden mit den anstehenden Herausforderungen, damit dann fokussiert das erreicht werden kann, was als  wichtig identifiziert ist im eigenen Leben. Wir können Zeit gar nicht „managen“, sondern „nur“ uns selbst: Manchmal wird geplant, manchmal wird „Gutes rausgefischt, manchmal bewegen wir uns mit der Zeit und manchmal steht sowohl die Zeit als auch wir still.