Kunden und/oder internen Prozess-Partnern empathisch zuzuhören und konstruktiv darauf reagieren zu können, ist in den Berufsfeldern des Service Engineering und Projekt Engineering essenziell. Seit 2020 bin ich Lehrbeauftragte für Kommunikation an der DHBW Mannheim im Studiengang Integrated Engineering und seiner beiden Studienrichtungen, frei nach Kurt Tucholsky: „Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“
Eine Woche mit einem Kompakt-Seminar und 35 Studierenden liegt jetzt gerade wieder hinter mir: Am Montag starten wir mit Erfahrungen zu guter und schwieriger Kommunikation sowie Körpersprache, Dienstag stehen Dialoge und 4-Augengespräche im Fokus, Mittwoch kommunizieren Persönlichkeiten mit ihren Werten und in ihren Rollen, Donnerstag geht es um die Kommunikation in (inneren) Teams sowie gegenseitiges Feedback und Freitag ist der Tag der Lern- und Transfersicherung.
Ich bin immer wieder beeindruckt, auf was für Ideen die Teilnehmenden kommen, wenn sie freitags ihre Erkenntnisse in Form eines (Rollen-)Spiels, Liedes, Gedichts oder Quizes zusammenfassen. Sie ließen sich diesmal gegenseitig antreten in „Wer wird Millionär?“, „Tabu“ und „Acivity“ und ermittelten die Wissensstärke durch „Kahoot“. Schlagfertigkeit zeigte sich in einem Power-Point Karaoke und nonverbale Kommunikation beim Falten von Fluggegenständen und Tieren. In vorherigen Semestern traten sie als Band mit eigenem Lied auf oder gestalteten eine Social Media Gruppe oder ein Quiz als „Jeopardy“.In den Zeiten von Corona bekam die Veranstaltung auch gutes Feedback – mehr Spass macht sie ehrlicherweise in Präsenz. Die große Gruppe erarbeitet oft in verschiedenen Kleingruppen unterschiedlicher Größe ihre Erkenntnisse selbst, tauscht sich aus und visualisiert das Wichtigste für die Kolleg:innen. Es gibt jeden Tag mind. ein Spiel nachmittags und etwas gegen das Suppen-Koma nach der Mittagspause sowie ein GEH-Spräch. Ich freue mich auf die nächste Woche im Dezember 2026.